Welchen Beruf haben Sie erlernt und wo haben Sie gelernt?
Ich habe am 1.9.1970, beim „E-Werk“ (Wienstrom), als Industriekauffrau meine Lehre begonnen.
Hatten Sie schon immer Interesse an diesem Beruf?
Mein Traumberuf war in der Schule immer, im sozialen Bereich zu arbeiten. Damals gab es den Beruf der Fürsorgerin, später wollte ich Schuhverkäuferin werden, aber meine Mutter hörte nicht auf meine Wünsche und sagte immer „Du gehst einmal ins Büro“.
Wie waren Ihre Noten in der Berufsschule?
Na ja, so mittelmäßig. Buchhaltung war zu Beginn meiner Lehrzeit nicht so mein Ding.
Haben Sie die Matura nachgemacht? Wenn ja, wieso haben sie sich dafür entschieden?
Ich wollte, als ich damals ausgelernt war, meine „Ruhe“ vom Lernen haben. Im Nachhinein tut es mir jedoch sehr leid, die Chance die Matura nachzuholen, nicht ergriffen zu haben.
Wie sind Sie zu Ihrem Job als Lehrlingsbeauftragte gekommen?
Völlig überraschend. Als meine Vorgängerin, Fr. Aurednicek, im Jahr 2003 Wienstrom verlassen hat und in die Holding gewechselt ist, hat mich der damalige Personalchef Dr. Liebhart gefragt, ob ich nicht die Lehrlinge betreuen möchte. Da es schon immer mein Wunsch war, mit jungen Leuten zu arbeiten, ging ein Traum von mir in Erfüllung. Zu Beginn meiner Tätigkeit dachte ich, dass es mit ein oder zweimal die Schule zu besuchen getan ist. Im Laufe der Zeit merkte ich jedoch, dass viel mehr dahinter steckt, als ich anfangs gedacht habe. Diese Funktion ist kein „Job“, den man „nebenbei“ machen kann. Er bereitet jedoch sehr viel Spaß und Freude.
Was geben Sie Lehrlingen mit auf den Berufsweg?
Ich bin überzeugt, dass ihr mit Hilfe der AusbildnerInnen vor Ort, bei Wienstrom, eine sehr gute Ausbildung bekommt, die als Grundlage für euren weiteren Lebensweg dienen soll. Jedoch werdet ihr ein Leben lang weiterlernen müssen, um auch den künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. Ich bin jedes Mal stolz, dass die drei Jahre (die wie im Flug vergehen), die ich euch durch euer erstes Berufsleben begleiten darf, von euch dann so erfolgreich beendet werden.